Blog und Steuernews der Steuerkanzlei Ratzke Hill

Articles in Category: Allgemein

GoBD 2020: Änderungen zu Aufzeichnungen und Verbuchungen

GoBD 2020: Änderungen zu Aufzeichnungen und Verbuchungen

Die GoBD schreiben vor, dass alle Geschäftsvorfälle (Betriebseinnahmen und Ausgaben) vollständig und lückenlos zu erfassen sind. Daraus resultiert auch die Einzelaufzeichnungspflicht, nach der alle Geschäftsvorfälle einzeln aufzuzeichnen sind. Seit 1. Januar 2020 sind bei den Aufzeichnungen und Verbuchungen einige Änderungen zu beachten.

Neue GoBD seit 1. Januar 2020: Änderungen bei der elektronischen Buchführung

Neue GoBD seit 1. Januar 2020: Änderungen bei der elektronischen Buchführung

Seit 1. Januar 2020 gelten für Unternehmen die neuen GoBD. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat diese aktuellen „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Geschäftsbüchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie jene zum Datenzugriff“ (Kurzform: GoBD) bereits mit einem Schreiben vom 28. November 2019 bekannt gegeben. Diese Neufassung ersetzt seit 1. Januar 2020 die GoBD in der Fassung vom 14. November 2014.

Globale Mindeststeuer für 2020 geplant

Globale Mindeststeuer für 2020 geplant

Im Jahr 2020 soll eine globale Mindeststeuer kommen. Die Finanzminister der G20-Länder haben sich bereits im Sommer 2019 in einer gemeinsamen Erklärung auf eine stärkere Besteuerung von internationalen Großkonzernen verständigt. Die Versuche der EU-Staaten, in Europa eine Digitalsteuer einzuführen, sind hingegen aufgrund der Gegenstimmen Irlands und Skandinaviens fehlgeschlagen.

Neue Pauschbeträge für private Sachentnahmen ab 2020: Eigenverbrauch pauschal verbuchen

Neue Pauschbeträge für private Sachentnahmen ab 2020: Eigenverbrauch pauschal verbuchen

Am 2. Dezember 2019 hat das Bundesfinanzministerium die neuen Pauschbeträge für Sachentnahmen 2020 veröffentlicht. Diese Werte für den Eigenverbrauch, auch unentgeltliche Wertabgaben genannt, werden für jedes Kalenderjahr neu festgesetzt. Sie markieren jene Beträge, mit denen die Betreiber von Lebensmittelgeschäften und Gastronomiebetrieben private Sachentnahmen pauschal verbuchen können. Um diesen steuerpflichtigen Eigenverbrauch anzusetzen, können die Pauschbeträge für das jeweilige Gewerbe herangezogen werden.

Deutschland und USA verlängern Austausch länderbezogener Berichte

Deutschland und USA verlängern Austausch länderbezogener Berichte

Die zuständigen Steuerbehörden in der Bundesrepublik Deutschland und den USA haben sich auf einen spontanen Austausch länderbezogener Berichte über Konzernkennzahlen für Wirtschaftsjahre ab 2018 verständigt. Das geschah mit einer gemeinsamen Erklärung der deutschen Finanzverwaltung und der US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service). Das Bundesfinanzministerium hat diese Erklärung mit den USA in einem Schreiben vom 2. Dezember 2019 veröffentlicht.

Mitarbeiterentsendung ins Ausland: Besteuerung und Freistellung bei Ländern mit Doppelbesteuerungsabkommen

Mitarbeiterentsendung ins Ausland: Besteuerung und Freistellung bei Ländern mit Doppelbesteuerungsabkommen

Um Arbeitnehmer, die aufgrund einer Mitarbeiterentsendung im Ausland tätig sind, vor einer Doppelbesteuerung zu bewahren, hat Deutschland mit vielen Staaten sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen vereinbart. Betroffene können sich auf der Website des Bundesfinanzministeriums darüber informieren, ob ein Doppelbesteuerungsabkommen mit dem Tätigkeitsstaat besteht.

BFH-Urteil: Buchführungspflicht ausländischer Gesellschaften in Deutschland

BFH-Urteil: Buchführungspflicht ausländischer Gesellschaften in Deutschland

Die Frage der Buchführungspflicht ausländischer Gesellschaften in Deutschland ist immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung. Der Bundesfinanzhof hat nunmehr im Fall einer Aktiengesellschaft nach liechtensteinischem Recht einen strittigen Punkt geklärt, der auch für andere ausländische Gesellschaften relevant sein kann.

Steuerhinterziehung bei virtuellen Währungen: Anzeigepflicht von Gewinnen

Steuerhinterziehung bei virtuellen Währungen: Anzeigepflicht von Gewinnen

Mit der steigenden Akzeptanz von virtuellen Währungen wie Bitcoin, Etherium & Co. rücken diese digitalen Zahlungsmittel zunehmend in das Visier der Finanzämter. Zu Beginn waren diese Kryptowährungen aufgrund des geringen Preisniveaus steuerlich kaum relevant. Dies hat sich spätestens seit dem Jahr 2017 geändert, als virtuelle Währungen erhebliche Preissteigerungen verzeichneten und den Investoren hohe Gewinne bescherten. Im Mai 2019 waren rund 4500 unterschiedliche Kryptowährungen bekannt.

Falsche Kassenführung: Verteidigungsstrategien für Prüfung und Steuerstrafverfahren

Falsche Kassenführung: Verteidigungsstrategien für Prüfung und Steuerstrafverfahren

Die Kassenführung unterliegt strengen Richtlinien. Seit dem Jahr 2018 gibt es die Kassennachschau, die die Finanzämter im Gegensatz zur steuerlichen Außenprüfung ohne Ankündigung durchführen dürfen. Auch verdeckte Probekäufe und Testbestellungen sind Methoden, die Betriebsprüfer und Steuerfahnder gerne anwenden. Die Kassennachschau richtet sich insbesondere an Unternehmen mit hohen Bargeldumsätzen wie Gastronomie und Einzelhandel.

Steuerhinterziehung bei Kindergeld: Gefahr einer Strafverfolgung ist hoch

Steuerhinterziehung bei Kindergeld: Gefahr einer Strafverfolgung ist hoch

Personen, die unberechtigterweise Kindergeld beziehen, können den Tatbestand der Steuerhinterziehung nach § 370 AO erfüllen. Die zuständige Behörde kann das zu Unrecht erhaltene Kindergeld vom Betroffenen zurückfordern. Seit dem Jahr 2018 kommt es vermehrt zu solchen Ermittlungsverfahren wegen Steuerhinterziehung bezüglich des Kindergelds. Dies hängt mit einer Gesetzesänderung zusammen, die die automatische Übermittlung geänderter Meldedaten an die Familienkassen vorsieht.

Indizien auf ausländische Kapitaleinnahmen: Schätzung unzulässig

Indizien auf ausländische Kapitaleinnahmen: Schätzung unzulässig

Hat das Finanzamt Hinweise auf ausländische Kapitaleinkünfte, die nicht versteuert wurden, und kann die Höhe der Erträge nicht beziffern, so erfolgt eine Schätzung. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Behörde die Existenz solcher Auslandseinkünfte nachvollziehbar begründen kann. Stützt sich das Finanzamt hingegen auf bloße Indizien, scheidet eine Schätzung ausländischer Kapitaleinkünfte aus.

Achtung Erbenhaftung: Korrekturpflicht bei fehlerhaften Steuererklärungen des Erblassers

Achtung Erbenhaftung: Korrekturpflicht bei fehlerhaften Steuererklärungen des Erblassers

Der Nachlass geht mit dem Tod des Erblassers auf den oder die Erben über, die für die Schulden des Verstorbenen haften. Eine strafrechtliche Haftung für das Fehlverhalten des Erblassers schließt der Gesetzgeber jedoch aus. Demnach scheidet eine Vollstreckung von Geldstrafen und Geldbußen aus dem Nachlass aus. Anders ist es mit den Steuerpflichten des Verstorbenen, weil diese mit dem Erbfall in die Verantwortung des Erben fallen.

Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung: Drei Schritte bis zur Straffreiheit

Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung: Drei Schritte bis zur Straffreiheit

Bringt ein Steuerpflichtiger wegen hinterzogener Steuern eine Selbstanzeige ein, setzt er damit ein Ermittlungsverfahren in Gang. Bevor die Straffreiheit eintreten kann, erfolgen noch drei Schritte, die von der Prüfung der Selbstanzeige über die Festsetzung der nachzuzahlenden Steuer bis zur Entrichtung der hinterzogenen Steuerbeträge samt Zinsen reichen.

Erwachsenenadoption: Erbrecht als Nebenmotiv

Erwachsenenadoption: Erbrecht als Nebenmotiv

Der Hauptzweck einer Erwachsenenadoption besteht in erster Linie darin, ein existierendes Eltern-Kind-Verhältnis familienrechtlich zu bestätigen und anzuerkennen bzw. zu fördern. In zweiter Linie ist die Adoption eines Erwachsenen aber auch ein Instrument, mit dem die Betroffenen erbrechtliche und erbschaftssteuerliche Wirkungen anstreben und gezielt gestalten möchten. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein kinderloses Paar sein Hab und Gut an einen Erwachsenen vererben möchte, zu dem es schon seit längerer Zeit ein Naheverhältnis pflegt. Das Erbrecht sollte jedoch nur ein Nebenmotiv, nicht der Hauptgrund für die Adoption sein.

Solidaritätszuschlag soll weitgehend entfallen: Finanzielle Entlastung ab 2021

Solidaritätszuschlag soll weitgehend entfallen: Finanzielle Entlastung ab 2021

Ab 1. Januar 2021 soll der Solidaritätszuschlag für knapp 90 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuerzahler entfallen. Für weitere 6,5 Prozent verringert sich dieser Zuschlag. Das bedeutet, dass insgesamt circa 96,5 Prozent der Lohn- und Einkommenssteuerzahler finanzielle Erleichterungen spüren werden. Damit möchte die deutsche Bundesregierung die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen ab 2021 entlasten. Der dazugehörige Gesetzesentwurf muss erst beschlossen werden. Was bedeuten die geplanten Neuregelungen zur Rückführung des Solidaritätszuschlags für den Einzelnen?

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