Blog und Steuernews der Steuerkanzlei Ratzke Hill

StaRUG: Risikofrüherkennung ist für Geschäftsführer verpflichtend

StaRUG: Risikofrüherkennung ist für Geschäftsführer verpflichtend

Mit dem StaRUG, dem Unternehmensstabilisierungs- und restrukturierungsgesetz, hat der Gesetzgeber ein verpflichtendes System zur Risikofrüherkennung und zum Krisenmanagement festgeschrieben. Demnach sind Geschäftsführer nach § 1 StaRUG dazu verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu schaffen, mit dem sie die Entwicklungen fortlaufend überwachen, die den künftigen Bestand des Unternehmens in Gefahr bringen könnten. Für den Fall, dass sie solche Risiken wahrnehmen, trifft sie eine Informationsverpflichtung gegenüber den Überwachungsorganen. Diese Pflicht für die Geschäftsführer haftungsbeschränkter Unternehmen ist einer bereits seit längerer Zeit bestehenden Verpflichtung zur Schaffung eines Früherkennungssystems für Aktiengesellschaften nachempfunden.

Weltweite Mindeststeuer und gerechtere Steuerverteilung

Weltweite Mindeststeuer und gerechtere Steuerverteilung

Anfang Juli 2021 haben sich die Finanzminister der G20 (Die 19 wichtigsten Handels- und Industriestaaten und die EU) auf einen global einheitlichen Mindeststeuersatz von 15 Prozent verständigt und gleichzeitig eine fairere Verteilung der Besteuerung vereinbart. Die entsprechende Reform, die auf einem Zwei-Säulen-Konzept der OECD beruht, soll im Jahr 2023 in Kraft treten.

Kraftfahrzeugsteuer-Befreiung für Schwerbehinderte: Antragsrecht auf Erben übertragbar?

Kraftfahrzeugsteuer-Befreiung für Schwerbehinderte: Antragsrecht auf Erben übertragbar?

Schwerbehinderte können sich auf Antrag Vergünstigungen bezüglich der Kraftfahrzeugsteuer gewähren lassen. Die Frage, ob dieses Antragsrecht nach dem Tod eines schwerbehinderten Erblassers auf die Erben übergeht oder als höchstpersönliches Recht nur dem Betroffenen selbst zusteht, haben das Finanzgericht Baden-Württemberg und der Bundesfinanzhof beantwortet.

Wegzugsbesteuerung wird verschärft: Was erwartet Unternehmen bei einem Wegzug?

Wegzugsbesteuerung wird verschärft: Was erwartet Unternehmen bei einem Wegzug?

Ab Jahresbeginn 2022 ist mit Verschärfungen bei der Wegzugsbesteuerung zu rechnen. Nach der Zustimmung des Bundesrates vom 25. Juni 2021 ist für das entsprechende Gesetz zur Umsetzung der Antisteuervermeidungsrichtlinie (ATAD-UmsG) der Weg geebnet. Demnach müssen sich Unternehmen nicht nur bei Wegzügen in einen Drittstaat, sondern auch bei Wegzügen innerhalb der Europäischen Union auf beträchtliche Liquiditätsbelastungen einstellen.

Begünstigungstransfer zwischen Erben: Erbauseinandersetzung innerhalb von sechs Monaten?

Begünstigungstransfer zwischen Erben: Erbauseinandersetzung innerhalb von sechs Monaten?

Wenn ein Erbe im Zuge der Nachlassteilung steuerbegünstigtes Vermögen auf einen anderen Erben überträgt, können auch Erbschaftsteuerbegünstigungen übergehen, die für Betriebsvermögen und ein Familienheim vorgesehen sind. Ob hier eine bestimmte Zeitspanne zwischen Erbfall und Begünstigungstransfer einzuhalten ist, war Gegenstand eines Rechtsstreits vor dem Finanzgericht Düsseldorf.

Anschaffung von Corona-Tests: Gelten sie als Betriebsausgabe?

Anschaffung von Corona-Tests: Gelten sie als Betriebsausgabe?

Arbeitgeber müssen laut SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ihren Mitarbeitern mindestens zwei Corona-Tests pro Woche anbieten. Die dazugehörigen Kosten muss der Arbeitgeber tragen. Für Unternehmen stellt sich die Frage, wie sie diese und ähnliche Ausgaben steuerlich behandeln und verbuchen sollen.

Geringfügige Kassenführungsmängel: Finanzgericht begrenzt Hinzuschätzung

Geringfügige Kassenführungsmängel: Finanzgericht begrenzt Hinzuschätzung

Im Rahmen einer Betriebsprüfung legen die Prüfer ihr Augenmerk oftmals verstärkt auf die Kassenführung. Wenn nur geringfügige Kassenführungsmängel auftreten, müssen die Betroffenen keine Hinzuschätzungen befürchten, die über die konkreten Folgen dieser Aufzeichnungsmängel hinausgehen. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster. Dieses lehnte die Hinzuschätzung eines Finanzprüfers ab, die die nicht erfassten Rechnungsbeträge überstieg.

Ausländische Quellensteuer auf Dividenden auf deutsche Gewerbesteuer anrechenbar

Ausländische Quellensteuer auf Dividenden auf deutsche Gewerbesteuer anrechenbar

Für im Ausland erwirtschaftete Kapitalerträge ist ebendort eine Quellensteuer zu entrichten. Zusätzlich werden auch in Deutschland Steuern fällig. Wenn mit dem jeweiligen Land ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, kommt eine teilweise Anrechnung der ausländischen Quellensteuer auf die deutsche Steuer in Betracht. Das Finanzgericht Hessen hat beispielsweise entschieden, dass kanadische Quellensteuern, die auf Kapitalerträge erhoben werden, auf die deutsche Gewerbesteuer anrechenbar sind, wenn dies das dazugehörige Doppelbesteuerungsabkommen zulässt.

Familienheim geerbt: wegen Steuerbefreiung mit Einzug nicht zu lange warten

Familienheim geerbt: wegen Steuerbefreiung mit Einzug nicht zu lange warten

Wenn ein Sohn oder eine Tochter das Familienheim von Todes wegen erwirbt, kommt eine Steuerbefreiung von der Erbschaftsteuer nach § 13 Absatz 1 Nummer 4c ErbStG in Betracht. Allerdings muss dieses Kind die geerbte Wohnimmobilie unverzüglich selbst zum Wohnen nutzen. Dass die Steuerbefreiung bei einem verzögerten Bezug des Objekts entfallen kann, zeigt der folgende Fall.

Buchhaltung digitalisieren: sechs Schritte beachten und loslegen

Buchhaltung digitalisieren: sechs Schritte beachten und loslegen

Bevor Unternehmen mit der digitalen Buchhaltung loslegen können, müssen sie einige Schritte setzen, um die Umstellung auf den Weg zu bringen. In diesem schrittweisen Prozess spielen der Steuerberater, geeignetes Fachpersonal, geschulte Mitarbeiter und die richtige Buchhaltungssoftware wichtige Rollen.

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen: Achtung, Mitteilungspflicht!

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen: Achtung, Mitteilungspflicht!

In einem rund 70 Seiten umfassenden Schreiben vom 29. März 2021 hat das Bundesfinanzministerium die Anwendungsvorschriften zur Mitteilungspflicht bei grenzüberschreitenden Steuergestaltungen konkretisiert. Dabei geht es um die §§ 138d bis 138k der Abgabenordnung, die durch das Gesetz zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen vom 21. Dezember 2019 eingeführt wurden. Als Grundlage dient die EU-Richtlinie 2018/822, wonach die Mitgliedstaaten eine Mitteilungspflicht und einen zwischenstaatlichen Informationsaustausch festlegen müssen.

Nachlassregelungskosten: Sind Steuerberatungskosten und Räumungskosten abzugsfähig?

Nachlassregelungskosten: Sind Steuerberatungskosten und Räumungskosten abzugsfähig?

Welche Kosten dienen der Regelung des Nachlasses und sind damit aus Sicht des Erben abzugsfähig? Die Antwort auf diese Frage ist laut BFH-Rechtsprechung weit auszulegen. Zu den Nachlassregelungskosten gehören die Kosten, die der Feststellung des Nachlassvermögens dienen sowie jene Ausgaben, die anfallen, um den Erben in den Besitz der Nachlassgüter zu bringen.

Beschluss zum Steueroasen-Abwehrgesetz: deutsche Maßnahmen gegen Steuerflucht

Beschluss zum Steueroasen-Abwehrgesetz: deutsche Maßnahmen gegen Steuerflucht

Auf EU-Ebene gibt es eine sogenannte „Schwarze Liste“ mit Ländern und Gebieten, die sich in puncto Steuern nicht kooperativ verhalten und daher als Steueroasen gelten. Es wurden Maßnahmen erarbeitet, die Steuervermeidung und einen unfairen Steuerwettbewerb abwehren sollen. Mit dem Beschluss des Steueroasen-Abwehrgesetzes (StAbwG) setzt Deutschland nunmehr diese EU-Regelungen um, um Steuerflucht gezielt zu bekämpfen.

EU-Vorhaben: mehr Steuertransparenz und Offenlegungspflichten für Großkonzerne

EU-Vorhaben: mehr Steuertransparenz und Offenlegungspflichten für Großkonzerne

Ein aktuelles EU-Vorhaben sieht mehr Steuertransparenz durch Offenlegungspflichten für große Konzerne vor. Jahrelang fand der Vorschlag, dass internationale Großkonzerne wichtige Bilanzkennziffern offenlegen müssen, in der EU nicht die erforderliche Mehrheit. Dies scheint sich nunmehr zu ändern, weil einige EU-Mitgliedsländer ihre ursprüngliche Ablehnung bezüglich der Aufweichung des Steuergeheimnisses aufgegeben haben und sich nunmehr für mehr Steuertransparenz einsetzen.

Wie sich Bidens Steuerrechtsreform in Deutschland auswirkt

Wie sich Bidens Steuerrechtsreform in Deutschland auswirkt

Der neue US-Präsident Joe Biden plant Steuerrechtsänderungen in den Bereichen Einkommensteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer und Unternehmensteuer. Er möchte damit einige Reformen seines Vorgängers wieder zurücknehmen. Das hat teilweise auch Auswirkungen auf deutsche Anleger.

Erbersatzsteuer bei Familienstiftung muss nicht per se Nachteile bringen

Erbersatzsteuer bei Familienstiftung muss nicht per se Nachteile bringen

Bei so manchem deutschen Familienunternehmen findet sich unter den Nachkommen des Inhabers kein passender Nachfolger. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, eine Familienstiftung zu gründen, um die Familie zusammenzuhalten und das Vermögen zu sichern. Einige Interessenten, die über die Gründung einer solchen Stiftung nachdenken, fürchten jedoch finanzielle Nachteile durch die Erbersatzsteuer. Doch letztere wirkt sich nicht zwangsläufig nachteilig aus.

Mit strafbefreiender Selbstanzeige Airbnb-Einkünfte nachmelden

Mit strafbefreiender Selbstanzeige Airbnb-Einkünfte nachmelden

So manchem Airbnb-Vermieter könnte nun Ärger mit der Finanzbehörde drohen. Die irische Vermittlungsplattform Airbnb muss nämlich Kontrolldaten über deutsche Vermieter an die Finanzämter herausgeben. Diese Herausgabe hat die Steuerfahndung Hamburg in einem jahrelangen Gerichtsverfahren in Irland per letztinstanzlichem Urteil erwirkt. Derzeit werten die Steuerfahnder die dazugehörigen Daten aus, um sie dann an die jeweiligen Bundesländer weiterzuleiten. Damit drohen Vermietern, die Einkünfte über Airbnb erzielt und dieselben nicht beim zuständigen Finanzamt angegeben haben, unangenehme Nachzahlungen.

Sonderregelung zur Besteuerung von Reiseleistungen gilt nicht mehr für Unternehmen aus Drittstaaten

Sonderregelung zur Besteuerung von Reiseleistungen gilt nicht mehr für Unternehmen aus Drittstaaten

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit einem Schreiben vom 29. Januar 2021 die Anwendung der Sondervorschrift betreffend die Besteuerung von Reiseleistungen für Unternehmen mit Sitz in einem Drittland (§ 25 UStG) ausgeschlossen. Dieser Ausschluss wurde in nur einem Satz formuliert, der sich nunmehr im Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom 1. Oktober 2010 findet.

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