Beerdigungskosten

Da es in Deutschland eine gesetzliche Bestattungspflicht gibt, fallen beim Tod eines Angehörigen immer Beerdigungskosten an. Die Bestattungspflicht ergibt sich auch den Bestattungsgesetzten, die von den einzelnen Bundesländern erlassen werden. Die nächsten Angehörigen sind zur Bestattung verpflichtet, daraus ergibt sich in der Praxis die Reihenfolge Ehegatten, Kinder, Eltern und danach die Geschwister. Für die Bestattungspflicht können auch Enkel und Großeltern sowie sonstige drittgradige Verwandte herangezogen werden. Eine abweichende Regelung gibt es in Rheinland-Pfalz, hier muss der Haupterbe die Beerdigungskosten tragen. Im § 1968 des BGB findet man eine ähnliche Regelung. Dieser besagt, dass der Erbe die Beerdigungskosten zu tragen hat. Ist dieser dazu nicht in der Lage, so muss die Person, die dem Verstorbenen zu Lebzeiten gegenüber unterhaltspflichtig war die Bestattungskosten tragen. Diese Kosten können als „besondere Belastung“ steuerlich geltend gemacht werden. Für den Fall, dass der Tod von Dritten schuldhaft verursacht worden ist, gibt es eine weitere Sonderregelung zur Übernahme der Bestattungskosten. Denkbare Fällen wären hier z. B. Verstöße gegen die Verkehrssicherungspflicht, Verkehrsunfälle und Tötungsdelikte. Im § 10 der Straßenverkehrsordnung ist die Übernahme der Beerdigungskosten bei schuldhaft verursachten Verkehrsunfällen mit Todesfolge geregelt. Sozialhilfeempfänger und Hartz IV Empfänger haben die Möglichkeit, sich beim Amt die Bestattungskosten zu holen. Hier ist jedoch zu beachten, dass der Todesfall sowie die Pflicht zur Bestattung vor der Beauftragung beim Amt anzuzeigen ist. Für diesen Fall haben viele regionale Ämter Kooperationen mit diversen Bestattungsunternehmen, bei denen sie Sonderkonditionen bekommen.

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