Blog und Steuernews der Steuerkanzlei Ratzke Hill

Wann gilt die Umsatzsteuerbefreiung bei grenzüberschreitender Güterbeförderung?

Wann gilt die Umsatzsteuerbefreiung bei grenzüberschreitender Güterbeförderung?

Für grenzüberschreitende Güterbeförderungen (Ausfuhren) ins Drittland gilt nach § 4 Nummer 3a UStG eine Umsatzsteuerbefreiung. Bereits mit einem Schreiben vom Februar 2020 hatten die Finanzbehörden aufgrund der EuGH-Rechtsprechung festgestellt, dass eine Steuerbefreiung nur dann genehmigt wird, wenn die grenzüberschreitende Güterbeförderung direkt gegenüber dem Versender oder Empfänger der Waren erfolgt. Zum 31. Dezember 2021 läuft die zwischenzeitlich geltende Nichtbeanstandungsregelung aus.

Wann erhält der Erbe die Erbschaftsteuerbefreiung für ein Familienheim?

Wann erhält der Erbe die Erbschaftsteuerbefreiung für ein Familienheim?

Ein im Nachlass befindliches Familienheim kann von der Erbschaftsteuer befreit sein. Das Finanzamt gewährt eine Erbschaftsteuerbefreiung allerdings nur dann, wenn die Voraussetzungen des § 13 ErbStG erfüllt sind. Zudem kann diese Befreiung lediglich einmal im Anspruch genommen werden und nicht für mehrere geerbte Wohnimmobilien gleichzeitig gelten.

Digitale Belege revisionssicher archivieren

Digitale Belege revisionssicher archivieren

Im Zusammenhang mit digitalen Belegen taucht der Begriff der revisionssicheren Archivierung auf. Demnach müssen elektronische Archivsysteme die Voraussetzungen der GoBs erfüllen, ordnungsgemäß bedient werden und die aufbewahrungspflichtigen Daten unveränderbar und verfälschungssicher archivieren.

Ist die gewerbsmäßige Steuerhinterziehung strafbar?

Ist die gewerbsmäßige Steuerhinterziehung strafbar?

Eigentlich existiert der Verbrechenstatbestand der gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Allerdings sieht der Gesetzgeber bei einer besonders schweren Steuerhinterziehung erhöhte Strafen vor, die jene einer „normalen“ Steuerhinterziehung erheblich übertreffen.

Vermögen erben: Vorsicht vor Erbschaftsteuerhinterziehung

Vermögen erben: Vorsicht vor Erbschaftsteuerhinterziehung

Vermögen zu erben begründet einige Pflichten. So müssen Erben dem Finanzamt die Erbschaft anzeigen und die darauf entfallende Steuer entrichten. Andernfalls droht eine Strafe wegen Steuerhinterziehung. Von den Erben ist daher einiges zu beachten, um den Tatbestand der Erbschaftsteuerhinterziehung nicht zu erfüllen.

Verdeckte Einlage und Konsequenzen für die Gesellschaft

Verdeckte Einlage und Konsequenzen für die Gesellschaft

Die verdeckte Einlage kann sich steuerlich auf die Gesellschaft auswirken. Eine verdeckte Einlage ist gegeben, wenn ein Gesellschafter oder eine Person, die ihm nahe steht, der Kapitalgesellschaft einen einlagefähigen Vermögensvorteil zuwendet und diese Zuwendung im Gesellschaftsverhältnis ihren Grund hat. Dieser Vermögensanteil kann sich aus einer Erhöhung der Aktiva, einer Verringerung der Passiva oder einem unentgeltlichen Erwerb eines Firmenwertes ergeben.

Welche Aufgaben hat die Steuerfahndung und wann schreitet sie ein?

Welche Aufgaben hat die Steuerfahndung und wann schreitet sie ein?

Die Steuerfahndung hat im Jahr 2020 in Deutschland in mehr als 34.000 Fällen die Ermittlungen abgeschlossen und damit dem Staat Steuermehreinnahmen von knapp 3,29 Milliarden Euro ermöglicht. Zu welchen Handlungen sind die Beamten der Steuerfahndung berechtigt und in welchen Fällen werden sie tätig?

Jahresabschluss der GmbH: Was ist zu beachten?

Jahresabschluss der GmbH: Was ist zu beachten?

Nach Ende des Geschäftsjahres müssen GmbHs einen klassischen Jahresabschluss nach dem Handelsrecht erstellen, der sowohl den Gewinn oder Verlust als auch das Vermögen und die Schulden ausweist. Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht nicht aus.

Sofortabschreibung von Computerhardware und Software: Was gilt für Handels- und Steuerbilanz?

Sofortabschreibung von Computerhardware und Software: Was gilt für Handels- und Steuerbilanz?

Das Bundesfinanzministerium hat die betriebsübliche Nutzungsdauer für Computerhardware ebenso wie jene für Betriebs- und Anwendersoftware auf ein Jahr verkürzt. Demnach können Steuerpflichtige ab dem Jahr 2021 die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Computerhardware und Software im Anschaffungs- oder Herstellungsjahr vollständig abschreiben, unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt im Jahreslauf sie die Produkte angeschafft haben. Hierbei geht es um die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die für die Abschreibung nach § 7 Absatz 1 Einkommensteuergesetz heranzuziehen ist. Als Hintergrund gilt der technische Fortschritt, der sich immer schneller wandelt.

Optionsmodell: Als Personengesellschaft in die Körperschaftsteuer wechseln?

Optionsmodell: Als Personengesellschaft in die Körperschaftsteuer wechseln?

Das deutsche System der Körperschaftsteuer wird modernisiert. Der Bundesrat hat dem KöMoG bereits im Juni 2021 zugestimmt. Nach der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten soll dieses Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts (KöMoG) am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Mit der Gesetzesänderung gibt es zukünftig für Personengesellschaften die Option, Steuervorteile durch den Wechsel in die Körperschaftsteuer zu erzielen, ohne die gesellschaftsrechtliche Unternehmensstruktur verändern zu müssen. Dieses Gesetz soll vor allem die Position von mittelständischen Familienunternehmen verbessern, die als offene Handelsgesellschaften oder Kommanditgesellschaften geführt werden.

Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) 2021: Änderungen im Überblick

Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) 2021: Änderungen im Überblick

Die Kassensicherungsverordnung wurde per Verordnung des Bundesfinanzministeriums vom 30. Juli 2021 in einigen Punkten geändert. Von diesen Anpassungen sind zum Beispiel Kassen- und Parkscheinautomaten, Taxameter sowie Ladesäulen für Elektro- und Hybridfahrzeuge betroffen. Auch die Mindestangaben für Belege wurden geändert.

Kosten für die Grabpflege kürzen Pflichtteilsanspruch nicht

Kosten für die Grabpflege kürzen Pflichtteilsanspruch nicht

Zusätzlich zu den Kosten für die Bestattung fallen auch Aufwendungen für die Pflege der Grabstätte an. Doch wie sind diese Grabpflegekosten rechtlich einzustufen? Laut Urteil des BGH stellen sie keine Nachlassverbindlichkeiten dar, die bei der Berechnung des Pflichtteils zu berücksichtigen wären. Auch die testamentarische Auflage eines Verstorbenen an die Erben, für die Grabpflege aufzukommen, kürzt deren Pflichtteilsansprüche nicht.

Vorfälligkeitsentschädigung: kein Abzug von der Erbschaftsteuer

Vorfälligkeitsentschädigung: kein Abzug von der Erbschaftsteuer

Für Erben stellt sich im Zusammenhang mit der Erbschaftsteuerlast die Frage, welche Kosten und Verbindlichkeiten sie steuermindernd absetzen können. Nachlassverwaltungskosten sind laut Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs nicht abzugsfähig, Nachlassverbindlichkeiten hingegen schon. Der BFH hatte jüngst darüber zu entscheiden, ob die Vorfälligkeitsentschädigung eines vorzeitig abgelösten Darlehens des Erblassers als Nachlassverbindlichkeit von der Erbschaftsteuer abzuziehen ist (Urteil des BFH vom 2. Dezember 2020, II R17/18).

Steueroasen-Abwehrgesetz (StAbwG): Verschärfungen für Geschäfte mit Steueroasen

Steueroasen-Abwehrgesetz (StAbwG): Verschärfungen für Geschäfte mit Steueroasen

Das im März beschlossene Steueroasen-Abwehrgesetz (StAbwG) wurde bereits am 30. Juni 2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Es soll Steuerflucht verhindern und Geschäftsbeziehungen zu Staaten und Gebieten, die die internationalen Steuerstandards nicht erfüllen, eindämmen. Diese Regelungen zur Abwehr von Steuervermeidung und unfairem Steuerwettbewerb richten sich sowohl an natürliche Personen und Körperschaften als auch an Personenvereinigungen und Vermögensmassen. Es geht darum, mit verschiedenen Abwehrmaßnahmen, Steuerpflichtige davon abzubringen, Geschäftsbeziehungen zu Steueroasen aufrechtzuerhalten oder aufzubauen.

StaRUG: Risikofrüherkennung ist für Geschäftsführer verpflichtend

StaRUG: Risikofrüherkennung ist für Geschäftsführer verpflichtend

Mit dem StaRUG, dem Unternehmensstabilisierungs- und restrukturierungsgesetz, hat der Gesetzgeber ein verpflichtendes System zur Risikofrüherkennung und zum Krisenmanagement festgeschrieben. Demnach sind Geschäftsführer nach § 1 StaRUG dazu verpflichtet, ein Risikofrüherkennungssystem zu schaffen, mit dem sie die Entwicklungen fortlaufend überwachen, die den künftigen Bestand des Unternehmens in Gefahr bringen könnten. Für den Fall, dass sie solche Risiken wahrnehmen, trifft sie eine Informationsverpflichtung gegenüber den Überwachungsorganen. Diese Pflicht für die Geschäftsführer haftungsbeschränkter Unternehmen ist einer bereits seit längerer Zeit bestehenden Verpflichtung zur Schaffung eines Früherkennungssystems für Aktiengesellschaften nachempfunden.

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