Blog und Steuernews der Steuerkanzlei Ratzke Hill

Familienheim geerbt: wegen Steuerbefreiung mit Einzug nicht zu lange warten

Familienheim geerbt: wegen Steuerbefreiung mit Einzug nicht zu lange warten

Wenn ein Sohn oder eine Tochter das Familienheim von Todes wegen erwirbt, kommt eine Steuerbefreiung von der Erbschaftsteuer nach § 13 Absatz 1 Nummer 4c ErbStG in Betracht. Allerdings muss dieses Kind die geerbte Wohnimmobilie unverzüglich selbst zum Wohnen nutzen. Dass die Steuerbefreiung bei einem verzögerten Bezug des Objekts entfallen kann, zeigt der folgende Fall.

Buchhaltung digitalisieren: sechs Schritte beachten und loslegen

Buchhaltung digitalisieren: sechs Schritte beachten und loslegen

Bevor Unternehmen mit der digitalen Buchhaltung loslegen können, müssen sie einige Schritte setzen, um die Umstellung auf den Weg zu bringen. In diesem schrittweisen Prozess spielen der Steuerberater, geeignetes Fachpersonal, geschulte Mitarbeiter und die richtige Buchhaltungssoftware wichtige Rollen.

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen: Achtung, Mitteilungspflicht!

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen: Achtung, Mitteilungspflicht!

In einem rund 70 Seiten umfassenden Schreiben vom 29. März 2021 hat das Bundesfinanzministerium die Anwendungsvorschriften zur Mitteilungspflicht bei grenzüberschreitenden Steuergestaltungen konkretisiert. Dabei geht es um die §§ 138d bis 138k der Abgabenordnung, die durch das Gesetz zur Mitteilung grenzüberschreitender Steuergestaltungen vom 21. Dezember 2019 eingeführt wurden. Als Grundlage dient die EU-Richtlinie 2018/822, wonach die Mitgliedstaaten eine Mitteilungspflicht und einen zwischenstaatlichen Informationsaustausch festlegen müssen.

Nachlassregelungskosten: Sind Steuerberatungskosten und Räumungskosten abzugsfähig?

Nachlassregelungskosten: Sind Steuerberatungskosten und Räumungskosten abzugsfähig?

Welche Kosten dienen der Regelung des Nachlasses und sind damit aus Sicht des Erben abzugsfähig? Die Antwort auf diese Frage ist laut BFH-Rechtsprechung weit auszulegen. Zu den Nachlassregelungskosten gehören die Kosten, die der Feststellung des Nachlassvermögens dienen sowie jene Ausgaben, die anfallen, um den Erben in den Besitz der Nachlassgüter zu bringen.

Beschluss zum Steueroasen-Abwehrgesetz: deutsche Maßnahmen gegen Steuerflucht

Beschluss zum Steueroasen-Abwehrgesetz: deutsche Maßnahmen gegen Steuerflucht

Auf EU-Ebene gibt es eine sogenannte „Schwarze Liste“ mit Ländern und Gebieten, die sich in puncto Steuern nicht kooperativ verhalten und daher als Steueroasen gelten. Es wurden Maßnahmen erarbeitet, die Steuervermeidung und einen unfairen Steuerwettbewerb abwehren sollen. Mit dem Beschluss des Steueroasen-Abwehrgesetzes (StAbwG) setzt Deutschland nunmehr diese EU-Regelungen um, um Steuerflucht gezielt zu bekämpfen.

EU-Vorhaben: mehr Steuertransparenz und Offenlegungspflichten für Großkonzerne

EU-Vorhaben: mehr Steuertransparenz und Offenlegungspflichten für Großkonzerne

Ein aktuelles EU-Vorhaben sieht mehr Steuertransparenz durch Offenlegungspflichten für große Konzerne vor. Jahrelang fand der Vorschlag, dass internationale Großkonzerne wichtige Bilanzkennziffern offenlegen müssen, in der EU nicht die erforderliche Mehrheit. Dies scheint sich nunmehr zu ändern, weil einige EU-Mitgliedsländer ihre ursprüngliche Ablehnung bezüglich der Aufweichung des Steuergeheimnisses aufgegeben haben und sich nunmehr für mehr Steuertransparenz einsetzen.

Wie sich Bidens Steuerrechtsreform in Deutschland auswirkt

Wie sich Bidens Steuerrechtsreform in Deutschland auswirkt

Der neue US-Präsident Joe Biden plant Steuerrechtsänderungen in den Bereichen Einkommensteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer und Unternehmensteuer. Er möchte damit einige Reformen seines Vorgängers wieder zurücknehmen. Das hat teilweise auch Auswirkungen auf deutsche Anleger.

Erbersatzsteuer bei Familienstiftung muss nicht per se Nachteile bringen

Erbersatzsteuer bei Familienstiftung muss nicht per se Nachteile bringen

Bei so manchem deutschen Familienunternehmen findet sich unter den Nachkommen des Inhabers kein passender Nachfolger. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, eine Familienstiftung zu gründen, um die Familie zusammenzuhalten und das Vermögen zu sichern. Einige Interessenten, die über die Gründung einer solchen Stiftung nachdenken, fürchten jedoch finanzielle Nachteile durch die Erbersatzsteuer. Doch letztere wirkt sich nicht zwangsläufig nachteilig aus.

Mit strafbefreiender Selbstanzeige Airbnb-Einkünfte nachmelden

Mit strafbefreiender Selbstanzeige Airbnb-Einkünfte nachmelden

So manchem Airbnb-Vermieter könnte nun Ärger mit der Finanzbehörde drohen. Die irische Vermittlungsplattform Airbnb muss nämlich Kontrolldaten über deutsche Vermieter an die Finanzämter herausgeben. Diese Herausgabe hat die Steuerfahndung Hamburg in einem jahrelangen Gerichtsverfahren in Irland per letztinstanzlichem Urteil erwirkt. Derzeit werten die Steuerfahnder die dazugehörigen Daten aus, um sie dann an die jeweiligen Bundesländer weiterzuleiten. Damit drohen Vermietern, die Einkünfte über Airbnb erzielt und dieselben nicht beim zuständigen Finanzamt angegeben haben, unangenehme Nachzahlungen.

Sonderregelung zur Besteuerung von Reiseleistungen gilt nicht mehr für Unternehmen aus Drittstaaten

Sonderregelung zur Besteuerung von Reiseleistungen gilt nicht mehr für Unternehmen aus Drittstaaten

Das Bundesministerium der Finanzen hat mit einem Schreiben vom 29. Januar 2021 die Anwendung der Sondervorschrift betreffend die Besteuerung von Reiseleistungen für Unternehmen mit Sitz in einem Drittland (§ 25 UStG) ausgeschlossen. Dieser Ausschluss wurde in nur einem Satz formuliert, der sich nunmehr im Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom 1. Oktober 2010 findet.

Brexit und Steuerrecht: Bedeutung des Abkommens aus steuerrechtlicher Sicht

Brexit und Steuerrecht: Bedeutung des Abkommens aus steuerrechtlicher Sicht

Am 24. Dezember 2020 haben sich die Europäische Union und das Vereinigte Königreich (UK) nach langen schwierigen Verhandlungen auf ein Abkommen geeignet, das die wechselseitigen Beziehungen ab 1. Januar 2021 regelt. Dieses „EU-UK Trade and Cooperation Agreement“ konnte zwar einen harten Brexit verhindern, brachte aber auch nicht den gewünschten weichen Brexit. Das betrifft insbesondere das Steuerrecht.

Insolvenzrecht: Neue Sanierungsmöglichkeit seit 1. Januar 2021

Insolvenzrecht: Neue Sanierungsmöglichkeit seit 1. Januar 2021

Seit dem 1. Januar 2021 gibt es neue Sanierungsmöglichkeiten im Rahmen des Insolvenzrechts. Mit Jahresbeginn sind das Sanierungs- und Insolvenzrechtsfortentwicklungsgesetz (SansInsFoG) und das Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRUG) in Kraft getreten. Demnach können sich Unternehmen, die in finanzielle Schieflage geraten sind, unter bestimmten Voraussetzungen sanieren, ohne ein reguläres Insolvenzverfahren bestreiten zu müssen. Diese Restrukturierungsmöglichkeit wird in Zeiten der Corona-Pandemie schnell an Bedeutung gewinnen. Änderungen gibt es auch bezüglich Insolvenzantragsfrist und Prognosezeitraum.

Jahresabschluss selbst erledigen oder vom Steuerberater erstellen lassen?

Jahresabschluss selbst erledigen oder vom Steuerberater erstellen lassen?

So mancher Unternehmer stellt sich die Frage, ob er den Jahresabschluss selbst übernehmen oder stattdessen einen Steuerberater damit beauftragen sollte. Unternehmen, die die Jahresabschlussarbeiten alleine erledigen, haben Kostenvorteile. Allerdings gibt es auch einige triftige Gründe, den Jahresabschluss vom Steuerberater erstellen zu lassen.

Jahresabschluss das ganze Jahr über vorbereiten: fünf Schritte beachten

Jahresabschluss das ganze Jahr über vorbereiten: fünf Schritte beachten

Die Vorbereitungen auf den Jahresabschluss erfordern einen gewissen Arbeitsaufwand, der neben dem Unternehmensalltag anfällt und so manchen Betrieb in Zeitdruck versetzen kann. Unternehmen, die Zeit, Nerven und Geld sparen möchten, bereiten sich daher das ganze Jahr über auf den Jahresabschluss vor, um Stresssituationen zu vermeiden. Diese vorausschauende Vorgehensweise bringt Vorteile und Vereinfachungen mit sich. Dabei sind die folgenden fünf Schritte zu beachten:

Digitale Buchhaltung: Diese sieben Anforderungen der GoBD sind zu erfüllen

Digitale Buchhaltung: Diese sieben Anforderungen der GoBD sind zu erfüllen

Unternehmen, die ihre Buchhaltung digital führen, müssen die rechtlichen Anforderungen der GoBD, der Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von elektronischen Aufzeichnungen, Büchern und Unterlagen und jene zum Datenzugriff, einhalten. Das betrifft alle Dokumente, die mit der digitalen Buchführung im Zusammenhang stehen, wie elektronische Rechnungen, Kontoauszüge und Briefdateien. Dabei sind insbesondere die folgenden Anforderungen zu erfüllen:

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